16.06.2020

Tecklenburg baut Polizeipräsidium

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Tecklenburg baut Polizeipräsidium

Das Straelener Unterneh­men hat den Zuschlag für ein 58-Millionen-Euro-Pro-jekt in Bergheim erhalten. Es ist einer der größten Aufträge in der mehr als 140-jährigen Firmenge­schichte. 2023 soll das Gebäude fertig sein.

Seit 1878 gibt es die Fir­ma Tecklenburg. Aber solch einen großen Auftrag hat das Straelener Unternehmen selten gehabt. Ein Volumen von 58 Millionen Euro hat das Projekt, mit dessen Umset­zung Tecklenburg betraut wurde – die Errichtung der neuen Kreispo­lizeibehörde des Rhein-Erft-Kreises in Bergheim. Es ist einer der größ­ten Aufträge der Firmengeschich­te. Das Volumen ist laut Anke Mül­ler, Assistenz der Geschäftsführung, vergleichbar mit dem Projekt „Ra-tingen, Wallhöfe“.

Das Unternehmen aus Straelen setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung durch, die im März 2019 auf den Markt kam. „Anders als bei anderen öffentlichen Ausschrei­bungen war weder ein Grundstück vorhanden, noch gab es eine Pla­nung für das zu errichtende Ge­bäude“, heißt es in einer Mitteilung von Tecklenburg. Lediglich eine um­fangreiche funktionale Beschrei­bung habe den Bietern verdeutlicht, welche Anforderungen an die Lage und die Ausstattung einer solchen zentralen Polizeibehörde gestellt wurden. Somit sollte zunächst nach einem geeigneten Grundstück Aus­schau gehalten sowie eine vollstän­dige, auf die Bedürfnisse der Polizei abgestimmte Planung erstellt wer­den, um dann ein Mietpreisange­bot für eine fertige Spezialimmobilie abzugeben. Nach einer langen Dis­kussion im Haus, ob man sich einer solchen zeit- und arbeitsintensiven Herausforderung und den Konkur­renten im Rahmen einer europawei­ten Ausschreibung stellen sollte, traf Firmenchef Hermann Tecklenburg die Entscheidung: „Wir machen das, weil wir das können.“

Unter der Federführung von Die­ter Gust entwickelten die Tecklen-burg-Ingenieure gemeinsam mit den Architekten JBR und Partner aus Münster ein Konzept, das letzt­endlich am 11. Mai von den Vertre­tern des Landes NRW und der Kreis­polizei den Zuschlag für das beste Angebot erhielt. Die mit der Stadt Bergheim verhandelte Kaufoption für ein geeignetes Grundstück bil­dete die Grundlage für die weiteren Planungsschritte.

Auf mehr als 12.000 Quadratme­tern Nutzfläche wurden moder­ne Arbeits- und Funktionsräume für 430 Mitarbeiter der Kreispoli­zei technisch wie architektonisch in dem Planungskonzept berück­sichtigt. Die Programmflächen um­fassen die Polizeiwache mit dem Gewahrsamsbereich, die Leitstel­le, diverse polizeispezifisch gesi­cherte Räume und Büroflächen für verschiedene Abteilungen, die in unterschiedlichen Beziehungen zueinander stehen müssen. Im Wei-teren enthält die Planung eine öf­fentlich zugängliche Kantine sowie einen Außenanlagenbereich mit 321 Stellplätzen, Garagen, Carports und Werkstätten.

Hermann Tecklenburg sprach bei der Vertragsunterzeichnung von ei­nem „tollen neuen Projekt für unser Haus“. Nach einer intensiven Pha­se der Ausführungs- und Detailpla­nung ist der Start der Bauarbeiten im kommenden Jahr vorgesehen. Die Übergabe an die Kreispolizei soll 2023 erfolgen.

Quelle: RP

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Dieter Gust
Herr Dieter Gust

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