18.08.2020

Goldmedaille für Straelens Rewe-Markt

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Goldmedaille für Straelens Rewe-Markt

Der Supermarkt wurde von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. Neben der Ökobilanz schauten die Prüfer unter anderem auch auf die Verkehrsanbindung.

Was haben der Reichstag in Berlin und das Rewe-Gebäude in Straelen gemeinsam? Beide sind für ihre besondere Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Der Supermarkt in der Blumenstadt sogar mit der Goldmedaille, der höchsten Stufe, die von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) vergeben wird. Hermann Tecklenburg, dessen Unternehmen von Beginn der Planung über die Auswahl und Verarbeitung der Materialien bis zur Realisierung durch ein umfassendes Qualitätsmanagement dafür gesorgt hat, dass sämtliche Vorgaben eingehalten wurden, übergab das Gütesiegel in Gold am Mittwoch dem Hausherrn, Rewe-Kaufmann Günther Gellen.

Bewertet wurden für das „Rewe Green Building“ nicht nur ökologische Aspekte, sondern der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes. Auch soziokulturelle und ökonomische Aspekte wurden betrachtet. Der Markt in Straelen spart durch die ressourcenschonende und energieeffiziente Bauweise bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zu einem Standardbau ein. Ermöglicht wird dies unter anderem durch den Einsatz modernster Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik sowie energieeffiziente Kälteanlagen. So wird der Supermarkt CO2-neutral betrieben. Die Heizenergie wird zu 80 Prozent über die Abwärmenutzung der zentralen Gewerbekälte und zu 20 Prozent durch den Einsatz von Wärmepumpen gedeckt. Am Mittwoch ging es aber weniger um Wärme: Angenehm kühl standen die Teilnehmer der Preisverleihung im Markt, denn auch die Klimatechnik funktioniert gut. Betrieben wird das alles mit zertifiziertem Grünstrom aus erneuerbaren Energien. Auch das Regenwasser wird gesammelt und genutzt.

„Es freut mich sehr, an meinem Heimatort Straelen einen Markt nach den höchsten ökologischen Standards betreiben zu dürfen“, sagte Günther Gellen. Dass man mit der nachhaltigen Bauweise so zu mehr Umweltschutz und Ressourcenschonung beitrage, gebe auch den Kunden ein noch besseres Gefühl beim Einkauf. Mit den Preisträgern freute sich auch Bürgermeister Hans-Josef Linssen. Auf Nachfrage bestätigte er, dass nicht nur die Architektur selbst, sondern auch der Markt nach manchen Bedenken vor dem Bau sehr gut bei den Straelenern ankomme. Und auch die intensive Diskussion um die Parkmöglichkeiten sei Vergangenheit. „Man findet in Straelen immer einen Platz“, freut sich der Verwaltungschef.

Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Stuttgart, bewertet für das Gütesiegel die Nachhaltigkeit anhand von sechs verschiedenen Bewertungsfeldern. Neben der Ökobilanz schauen sich die Prüfer auch an, wie die Verkehrsanbindung ist und wie kinderfreundlich geplant wurde.

Quelle: RP (Dirk Möwius)
Bild: Gottfried Evers

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